
Ratgeber Pankreaskarzinom
Informationen für Betroffene und Angehörige
Die Ursachen für die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs sind noch nicht abschließend untersucht. Bestimmte Faktoren können jedoch das Risiko steigern, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken. Zigaretten- sowie Alkoholkonsum können die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs begünstigen. Verschiedene Erkrankungen, ererbte sowie erworbene, können ebenfalls das Risiko einer Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankung zu erhöhen, hierzu zählen beispielsweise unter anderem ein chronisch entzündeter Pankreas, die Multiple endokrine Neoplasie, aber auch eine Diabeteserkrankung. Ferner kann erbliche Veranlagung bei der Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs eine Rolle spielen.

Entstehung eines Pankreaskarzinoms
Was die Ursachen anbelangt, die zur Entwicklung von Bauchspeicheldrüsenkrebs führen, so sind diese zurzeit noch nicht genau bekannt. Bekannt sind jedoch unterschiedliche Risikofaktoren, die vermutlich die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung erhöhen können.
Schätzungen zufolge stehen ca. 25 % aller Bauchspeicheldrüsenerkrankungen in Verbindung mit dem Rauchen, das als Risikofaktor nachgewiesen ist. Hinzutretende Risikofaktoren wie z. B. Alkoholkonsum können die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung eines Bauchspeicheldrüsenkarzinoms u. U. weiter erhöhen.
Als weitere Risikofaktoren gelten eine vorangegangene Magenoperation (z. B. wegen eines Magengeschwürs) sowie eine ererbte Variante der chronischen Entzündung des Pankreas. Auch bestimmte seltene Erbkrankheiten können zu einer Risikoerhöhung für eine Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankung führen, so z. B. das MEN-1-Syndrom (Multiple endokrine Neoplasie), das von-Hippel-Lindau-Syndrom und das Lynch-Syndrom (hereditäres nicht-polypöses kolorektales Karzinom HNPCC) u. a. Auch eine Diabetes-Erkrankung ist als möglicher Risikofaktor in der Diskussion.
Die Ernährung gilt ebenfalls als ein wichtiger Aspekt bei der Entwicklung bzw. Vermeidung von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Das Risiko senken kann Studien zufolge eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse, also mit hohem Faser- und Vitamingehalt. Ein hoher Nahrungsanteil an Fleisch und Fett könnte hingegen u. U. ein erhöhtes Bauchspeicheldrüsenkrebsrisiko bedingen. In einer Studie wurde aufgezeigt, dass Fettleibigkeit die Prognose bei Bauchspeicheldrüsenkrebs verschlechert.
Last, but not least wird der Anteil der Pankreaskarzinome, die erblich bedingt sind, Schätzungen zufolge mit ca. 5-10 % eingestuft. In manchen Familien erkranken Menschen überdurchschnittlich häufig an Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Anke Tennemann


Die Ursachen für die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs sind noch nicht abschließend untersucht. Bestimmte Faktoren können jedoch das Risiko steigern, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken. Zigaretten- sowie Alkoholkonsum können die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs begünstigen. Verschiedene Erkrankungen, ererbte sowie erworbene, können ebenfalls das Risiko einer Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankung zu erhöhen, hierzu zählen beispielsweise unter anderem ein chronisch entzündeter Pankreas, die Multiple endokrine Neoplasie, aber auch eine Diabeteserkrankung. Ferner kann erbliche Veranlagung bei der Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs eine Rolle spielen.
Im frühen Stadium von Bauchspeicheldrüsenkrebs treten zumeist keine Symptome zutage. Wenn diese auftreten, können sie unspezifisch sein und so die Diagnose von Bauchspeicheldrüsenkrebs erschweren. Die Symptome werden zumeist bemerkt, wenn der Tumor bereits Metastasen gebildet hat oder wenn zum Beispiel die Herstellung oder der Abfluss des Sekretes eingeschränkt ist. Häufig verlieren Betroffene an Gewicht, fühlen sich schlecht, haben Bauchschmerzen, müssen erbrechen etc.
Zur Diagnose können die Betroffenen mit Ultraschall oder Computertomographie untersucht werden. Auch eine Untersuchung des Blutes kann weitere Hinweise für eine Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs liefern.
Es gibt verschiedene Ausprägungen von Bauchspeicheldrüsenkrebs, die danach bestimmt werden, in welchem Gewebe der Tumor sich bildet. Zumeist ist der sogenannte Kopfanteil der Drüse betroffen.
Es werden exokrine und endokrine Tumoren unterschieden. Während exokrine Tumoren in den Ausführungsgängen der Bauchspeichel produzierenden Drüse lokalisiert sind, bilden sich endokrine zum Beispiel in den Langerhansschen Inseln. Die exokrinen Tumoren können in Adenokarzinome, Cystadenokarzinome sowie acinäre Tumoren differenziert werden.